Balearen nehmen 2013 voraussichtlich 42 Millionen Euro Vermögensteuer ein

Die Balearen rechnen für das Jahr 2013 mit Einnahmen aus der neu erhobenen Vermögensteuer in Höhe von 42 Millionen Euro. Im Jahre 2008, als sie letztmalig erhoben wurde, waren es nach 62 Millionen Euro. Die Mindereinnahmen werden darauf zurückgeführt, dass aktuell Freibeträge von 700.000 € pro Person bestehen und die Vermögensteuer tatsächlich nur eine „Reichensteuer“ sei. Experten bezweifeln, ob die Beibehaltung der Vermögensteuer sinnvoll ist. Tatsächlich ist sie geeignet, „Reiche“ vom Immobilienkauf auf Mallorca abzuhalten, wodurch die Verluste höher sind als die Einnahmen. Eine Mehrzahl von Investoren mit einem Einzel-Investitionsvolumen von 10 Millionen Euro hat in diesem Jahr auf den Kauf einer Immobilie auf Mallorca verzichtet. Bei einem Vermögen von 10 Millionen Euro beträgt der Steuersatz der Vermögensteuer 2,5 %, also im Jahr 250.000 €! Da sucht man sich doch lieber ein anderes Land, das Investoren zu schätzen weiß! Verlust für die Finanzkasse: bei einem Kauf über 10 Millionen Euro fallen für den Verkäufer rund 1 Million Euro Grunderwerb- oder Mehrwertsteuer an; beim residenten Verkäufer ist der Gewinn mit 27 % zu versteuern – kein Verkauf, kein Gewinn; auch die Plusvalia geht mangels Verkauf dem Fiskus verloren. Und: Kein Verkauf – keine Verträge mit Spediteuren, Gärtnern, Haushaltshilfen, Handwerkern; kein Umsatz bei Küchenherstellern, Einrichtern, Handwerksunternehmen. Da sollte nochmals nachgerechnet werden.

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