Wirtschaftsministerin Salgado: Spaniens Volkswirtschaft ist gut aufgestellt

Spaniens Wirtschaftsministerin Salgado ist den Befürchtungen einiger Auguren, möglicherweise werde auch Spanien sich bald unter den Europäischen Rettungsschirm begeben, energisch entgegen getreten. Die spanische Wirtschaft sei gut aufgestellt und viel wettbewerbsfähiger als die Portugals. Ein Überspringen der Krise von Portugal auf Spanien sei deshalb „absolut ausgeschlossen“. Sie wies darauf hin, dass Spanien im Gegensatz zu Portugal in der Vergangenheit Haushaltsüberschüsse erzielt und ein hohes Wirtschaftswachstum gehabt habe. „Die Märkte wissen zwischen den Volkswirtschaften Spaniens und Portugals zu unterscheiden, was schon dadurch belegt werde, dass Spanien nur geringe Risikoaufschläge für die Zinsen auf seine Anleihen zahlen müsse.
Tatsächlich sind die Risikoaufschläge für Zinsen auf spanische Anleihen seit Jahresbeginn 2011 um 30 Prozent gesunken. Die letzte Anleihe Spanien war 1,8-fach überzeichnet und brachte in Spaniens Kassen 4,1 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 3,568 Prozent. Spaniens größtes Problem, so räumt Salgado ein,  ist nach wie vor die hohe Arbeitslosigkeit von etwa 20 %. Daran werde auch in kurzer Zeit nur wenig ändern. Die Regierung fahre einen strengen Reformkurs, mit dem Spanien seine Ziele zum Schuldenabbau erreichen werde.

2 Gedanken zu „Wirtschaftsministerin Salgado: Spaniens Volkswirtschaft ist gut aufgestellt

  1. Leider haben Sozialisten selten Wirtschaftskonzepte, die greifen. Mehrwertsteuer hoch, Rentenalter hoch, Beamtengehälter kürzen – alles schön und gut. Wie aber soll die Wirtschaft damit in Gang kommen? Wachstum geht anders. Bei 21,3 % Arbeitslosen und 45 % Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren brauchen wir neue Konzepte, insbesondere Investitionen in Aus- und Weiterbildung. F. Seitz

  2. Immerhin ist zu Beginn der Saison auf den Balearen die Arbeitslosenquote um knapp 9 % gesunken. Leider wird sie im Spätherbst wieder steigen. Mal sehen, was die neue Balearenregierung, die nächste Woche übernimmt, zustande bringt. Frederik Asbeck

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