1.  Neues von Minkner & Partner

 

Mallorca ist seit dem 14.03.2021 wieder sicheres Reisegebiet – Für Mallorca-Rückkehrer entfallen PCR-Test und Quarantäne

 

Am 14.08.2020 hatte die deutsche Bundesregierung Mallorca zum Risikogebiet erklärt. Mallorca-Rückkehrer mussten bei der Rückkehr von der Insel einen negativen PCR-Test vorlegen und sich für 10 Tage in Quarantäne begeben, die frühestens nach 5 Tagen – nach einem weiteren negativen PCR-Test – aufgehoben werden konnte. Viele Mallorca-Freunde konnten und wollten wegen der Quarantäneregelung nicht nach Mallorca reisen und stornierten bereits gebuchte Reisen. Aus diesem Grunde dünnten die Fluggesellschaften ihr Flugangebot nach Mallorca kräftig aus, Hotels schlossen oder öffneten nicht mehr. Das verstärkte die Wirtschaftskrise der Insel um ein weiteres, die Zahl der Arbeitslosen wuchs massiv, Existenzen wurden gefährdet oder vernichtet. Ursprünglich war die Quarantänevorschrift einsehbar, da Mallorca eine stark steigende 7-Tages-Inzidenz aufwies. Aufgrund der rigiden Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Pandemie, aber auch intensiver Bemühungen und Einschränkungen der Mallorquiner und der auf Mallorca lebenden Ausländer konnten die 7-Tages-Inzidenzwerte massiv nach unten gedrückt werden und lagen schon vor vier Wochen unterhalb von 50/100.000. Obwohl die Bundesregierung selbst diese Marke als Messlatte für die Aufhebung der Einstufung als Risikogebiet angesetzt hatte, geschah nichts.

 

Dies veranlasste den Immobilienunternehmer Lutz Minkner, einen Brandbrief an den deutschen Botschafter in Madrid zu schreiben mit der Forderung, die Einstufung Mallorcas als Risikogebiet aufzuheben.

 

Sehr geehrter Herr Botschafter Dold,

 

Sie haben in den letzten Tagen in den Medien Kurzvideos "Volveremos – wir kommen zurück" platziert, in denen Sie unseren spanischen Freunden von der Sehnsucht der Deutschen nach Reisen nach Spanien berichten und sich für den Tourismus einsetzen. Andererseits wenden Sie sich an Deutsche, die die Reisemöglichkeiten nach Spanien vermissen. Diese Videos haben auf Mallorca sowohl bei Spaniern als auch den hier lebenden Deutschen viel Sympathie geweckt, sind sie doch ein Hoffnungsschimmer, dass der Tourismus sehr zeitnah – unter Beachtung aller Sicherheitsmaßnahmen wie Hygiene, Abstand und Maskenpflicht – wieder einsetzen werde und sich damit zugleich die Wirtschaft aus Schockstarre und Agonie erholen kann, die Schlangen vor den Tafeln kleiner werden und für viele, die ohne Arbeit oder in Kurzarbeit nicht so richtig wissen, wie sie über die Runden kommen können, wieder eine Lebensperspektive besteht. Die Mallorquiner und die hier lebenden Ausländer haben in den letzten Wochen und Monaten durch ein sehr verantwortungsbewusstes Handeln und große Einschränkungen viel getan, um die Pandemie zu bekämpfen und Inzidenzwerte zu erreichen, die die Aufnahme des Reiseverkehrs wieder ermöglichen. Dank also für Ihre Bemühungen.

 

Leider wird dieses positive Handeln durch Verlautbarungen der Bundesregierung konterkariert.

 

Ja, das Reisen nach Mallorca ist grundsätzlich möglich. Doch kaum jemand nutzt diese Möglichkeit, da die deutsche Bundesregierung, genauer das Auswärtige Amt, am 14. August 2020 durch die Ausweisung der Balearen als Risikogebiet für Reiserückkehrer eine 10-tägige Quarantäne vorsieht, die die meisten Reisewilligen von der Realisierung ihrer Reisepläne abhält. Dies hat dann auch mittelbar zur Folge, dass die Fluggesellschaften ihr Angebot auf ein Minimum reduziert haben und auch die hiesigen Hotels nur in geringer Zahl öffnen.

 

Die Ausweisung der Balearen als Risikogebiet erfolgte, weil die Balearen den 7-Tages-Inzidenzwert von 50/100.000 deutlich überstiegen hatten. In den letzten Wochen ist der 7-Tages-Inzidenzwert aber drastisch unter 50/100.000 gefallen. Heute liegt er bei 22/100.000 – also bei einem Drittel der 7-Tagesinzidenz in Deutschland. Bei dieser Situation macht die Quarantäne für Reiserückkehrer keinen Sinn, lässt sich einem vernünftig Denkenden auch nicht erklären. Es hätte also auf der Hand gelegen, die Quarantänevorschrift für Reiserückkehrer von den Balearen s o f o r t aufzuheben.

 

Hiesige Medien berichten von Gesprächen am 05.03.2021 mit Vertretern der eingeschalteten Ministerien und des Robert-Koch-Instituts, dass derzeit keine Überlegungen bestünden, die Reisewarnung für die Balearen aufzuheben. Spanische und deutsche Freunde haben uns gebeten, an Sie heranzutreten und dieses Unverständnis der Bundesregierung unverzüglich zu übermitteln verbunden mit unserer Forderung, die Quarantäne-Vorschriften für Reiserückkehrer von den Balearen sofort aufzuheben. Die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von wechselseitigen Tests und Beibehaltung der Maskenpflicht steht nicht infrage.

 

Sehr geehrter Herr Botschafter Dold, wir kennen Sie als Freund der Inseln und Spaniens und danken Ihnen für Ihren intensiven Einsatz.

 

Mit freundlichen Grüßen

Minkner & Partner S.L.

Lutz Minkner, CEO

 

Der Brief fand ein starkes Echo in den deutschen Medien (ARD-Tagesschau, ZDF-Heute, Spiegel bis Süddeutsche). Wenige Tage später fand ein Spitzengespräch zwischen dem TUI-Vorstand und der Balearen-Ministerpräsidentin Armengol statt. Auch der Vorstand des Deutschen Reisebüros DER schloss sich den Forderungen an. Ebenso Wirtschaftsunternehmen der Balearen sowie der deutschen Tourismuswirtschaft. Der Druck auf die Bundesregierung hatte Erfolg: Am 12.03.2021 wurden die Balearen mit Wirkung zum 04.03.2021 wieder als „sicheres Reisegebiet“ eingestuft mit der Folge, dass Rückkehrer weder einen PCR-Test vorlegen, noch sich in Quarantäne begeben müssen. Lesen Sie dazu auch die Kommentierungen unserer Kunden in unserem BLOG Forderung: "Aufhebung der Quarantäne für Mallorca-Rückkehrer"

 

EU will noch im März 2021 Pläne für digitalen Impfpass der Öffentlichkeit vorstellen

 

Nach Angaben der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen arbeitet die EU an einem digitalen Impfpass. Details dazu sollen der Öffentlichkeit noch im März 2021 vorgestellt werden. In der letzten Februarwoche hatten sich die 27 EU-Staaten grundsätzlich darauf geeinigt, dass es einen gegenseitig anerkannten digitalen Impfnachweis geben soll. Dazu soll eine Datenbank eingerichtet werden, in der die Impfungen registriert und ein personalisierter QR-Code an den Geimpften herausgegeben wird. Corona-Geimpfte sollen damit fälschungssicher ihre Immunisierung nachweisen können.

2. Mallorca - Bauen / Investitionen

 

Playa de Palma: Emaya baut neue Pumpstationen und Rohrleitungen, um Abwasserproblem in den Griff zu bekommen, Investition 9 Millionen Euro

 

Endlich packen die Stadtwerke Emaya ein Problem an, dass seit vielen Jahren Anwohnern und Touristen an der Playa de Palma im wahrsten Sinne des Wortes „stinkt“: Neue Pumpstationen und Ersatz der maroden, 50 Jahre alten Abwasserleitungen sollen zukünftig verhindern, dass an regenreichen Tagen die stinkende Abwasserbrühe ins Meer läuft. Mit den Arbeiten soll Anfang April begonnen werden. Sie sollen in etwa 2 Jahren abgeschlossen sein und 165 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Investition wird mit 9 Millionen Euro angegeben. Die Arbeiten sind Teil eines großen Sanierungsprojekts, in dessen Zuge auch ein neues Rückhaltebecken gebaut werden soll, für das zusätzliche 11 Millionen Euro veranschlagt sind.

 

Alcúdia: Gemeinde investiert in Strandpromenade und Strandbars, Investition 9 Millionen Euro

 

Die Gemeinde Alcúdia hat in den letzten Jahren die Haushaltsmittel nicht vollständig ausgegeben und einen Überschuss von 9 Millionen Euro erwirtschaftet. Dieser soll in diesem und im kommenden Jahr in die Verbesserung der Strandpromenade investiert werden. Es sind geplant die Erneuerung der Strandzugänge und der Strandpromenade sowie der Neubau von sechs fest installierten Strandbars, wofür allerdings noch die Genehmigung der Küstenbehörde gebraucht wird. Die alten Strandbars, die vor 30 Jahren gebaut wurden, sollen abgerissen werden.

 

Bunyola: Baulizenz für Richard Branson und Son Bunyola / Luxushotel soll 2023 eröffnen

 

Endlich kann Richard Branson seine Pläne, das historische Landgut Son Bunyola in ein Luxushotel umzubauen, realisieren. Die zuständige Gemeinde Banyalbufar hat nach jahrelangem Hin und Her jetzt die notwendige Baulizenz erteilt. Das Hotel soll nur 23 Luxus-Suiten erhalten und wird voraussichtlich im Jahr 2023 eröffnen. Son Bunyolas Geschichte reicht ins 13. Jahrhundert zurück. Bis in das 19. Jahrhundert war Son Bunyola eines der bedeutendsten Landgüter der Insel. Bei einem Unwetter im vergangenen Jahr ist das Herrenhaus am Dach, an der Fassade und an einem historischen Wachturm stark beschädigt worden.

 

Palma: Anwohner des Stadtviertels Santa Eulalia wollen keine Fußgängerzone

 

Die Pläne von Palmas Stadtverwaltung, im Stadtviertel Santa Eulalia eine Fußgängerzone im Bereich der Straßen Fideus, Minyones und Pes del Formatge einzurichten, stoßen auf heftigen Widerstand der Anwohner. Die die Ausweisung als Fußgängerzone werde das Viertel zu viele Touristen anziehen und dadurch seinen Charakter als Wohnquartier verlieren. Ein besonderes Problem stellten auch die Parkflächen dar: Etliche Parkflächen seien schon entfallen, weil dort Terrassen für Restaurants zugelassen wurden. Es gebe keinen alternativen Plan, wo die Anwohner ihre Fahrzeuge parken könnten. Besonders für ältere und gebrechliche Menschen sei es dann fast unmöglich, zu ihren Häusern zu gelangen.

3. Mallorca - Wirtschaft

 

Tourismus I: MP Sánchez verspricht Milliardenhilfen (11 Milliarden) für den Tourismus

 

MP Sánchez hat der spanischen Tourismuswirtschaft Fördermittel in Höhe von 11 Milliarden Euro zugesagt. Mit diesen Förderbeträgen sollen sowohl kleine als auch große Unternehmen wieder „in Schwung gebracht“ werden und Arbeitsplätze und Firmen gerettet sowie neue Unternehmen angeschoben werden. Spanien befinde sich „am Anfang des Endes der Corona-Pandemie“, und es gehe darum, die Wirtschaft durchgreifend zu modernisieren. Wie genau dies geschehen solle, offenbarte MP Sánchez allerdings nicht.

 

Tourismus II: Die Reisemesse Fitur findet vom 19.05. – 23.05.2021 in Madrid statt

 

Trotz Corona findet die internationale Reisemesse Fitur vom 19.05. – 23.05.2021 in Madrid statt. Sie wird auch als Startschuss in die diesjährige Tourismussaison verstanden. Den Zeiten geschuldet, sollen auf der diesjährigen Messe auch Hygienekonzepte für ein sicheres Reisen vorgestellt werden. Die Balearen werden sich an der Messe beteiligen und die Vielfalt der Inseln den Messebesuchern vorstellen. Im vergangenen Jahr wurden Mallorcas Dörfer Pollença und Alcúdia als zur Gruppe der 15 schönsten Dörfer Spaniens zugehörend ausgezeichnet.

 

Tourismus III: Viele Mallorca-Hotels öffnen schon Ende März 2021

 

Nachdem einige Fluggesellschaften angekündigt hatten, schon Ende März den Flugverkehr nach Mallorca (TUI-Fly operiert wieder ab 27.03.2021) wieder aufzunehmen, haben auch die großen Hotelgruppen schnell reagiert und öffnen ihre Hotels, um vielleicht doch noch ein Ostergeschäft „mitnehmen“ zu können. So will z.B. das Robinson Hotel an der Cala Serena an Mallorcas Ostküste bereits ab 20.03.2021 wieder öffnen. Die Meliá-Gruppe, Hipotels, Grupotel und Iberostar wollen ihre Häuser ebenfalls Anfang April wieder in Betrieb nehmen.

 

Tourismus IV: Flughafenbetreiber AENA senkt Gebühren und Steuern

 

Der Flughafenbetreiber AENA wird in diesem Jahr von den internationalen Airlines geringere Abgaben fordern, um den Corona-bedingt stark angeschlagenen Luftfahrttourismus zu unterstützen. Dabei soll es sich um eine Verringerung von Landegebühren und Airport-Steuern mit einem Gesamtvolumen von 23,8 Millionen Euro handeln. AENA teilt ergänzend mit, dass die Infrastruktur von Palmas Flughafen so eingerichtet sei, dass der voraussichtlich im März und Mai steigende Flugverkehr unproblematisch abgewickelt werden könne. 

 

Tourismus V: Ab 3. Juli Direktflüge mit Ryanair von Mallorca nach Kopenhagen

 

Der irische Billigflieger Ryanair eröffnet am 3. Juli 2021 eine neue Direktverbindung von Mallorca nach Kopenhagen. Die Strecke wird voraussichtlich in der Sommersaison und bis Ende Oktober bedient werden. Aufgrund der noch unsicheren Lage bietet Ryanair kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten an.  Auch Ryanair war durch die Coronakrise stark gebeutelt worden und flog in 2020 einen Verlust von 950 Millionen Euro ein.

 

 

Tourismus VI: Auch Mallorca-Fluggesellschaft Norwegian schließt 2020 mit Milliardenverlust ab

 

Ähnlich wie Ryanair hat auch die Fluggesellschaft Norwegian das Jahr 2020 mit einem riesigen Verlust, der auf 1,6 Milliarden Euro beziffert wird, abgeschlossen. Im letzten Quartal 2020 beförderte Norwegian 574.000 Fluggäste, was einem Rückgang um 92 % zum Vorgleich zum 4. Vorjahresquartal entspricht. Von 131 Flugzeugen der Gesellschaft sind zurzeit lediglich 15 Maschinen im Einsatz. Die Gesellschaft will sich zukünftig auf Kurzstreckenflüge (z.B. Mallorca) beschränken und Langstreckenflüge aus dem Programm streichen.

 

Tourismus VII: Hotelgruppe Meliá schließt Jahr 2020 mit 600 Millionen Verlust ab

 

Die Hotelgruppe Meliá der Familie Escarrer gehört weltweit zu den 20 größten und besten Hotelgruppen. Die Gruppe betreibt 350 Hotels in 35 Ländern. Auch auf den Balearen gehört die Meliá-Gruppe zu den Marktführern. Wie alle Hotelkonzerne hat auch Meliá das Geschäftsjahr 2020 mit einem herben Verlust abschließen müssen, nämlich mit einem Minus von 595,9 Millionen Euro. Weltweit konnten wegen der Pandemie Hotels ganz oder zeitweise nicht öffnen. Das Unternehmen rechnet mit einer Besserung bereits für den Sommer 2021, mit einem beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung jedoch erst wieder an 2023.

 

Produktion: Bieterwettstreit um Perlenfabrik „Majorica“ in Manacor

 

Der Insolvenzverwalter der in Konkurs gegangenen Perlenfabrik „Majorica“ in Manacor ist guter Dinge, den Verkauf der Fabrik gut abwickeln zu können. Fünf Bieter haben sich um die Übernahme der Perlenfabrik beworben. Dabei geht es allerdings nicht nur um den höchstmöglichen Kaufpreis, sondern auch um die Sicherstellung möglichst vieler der 275 Arbeitsplätze in Barcelona und auf Mallorca. Das höchste Angebot kommt derzeit von der französischen Unternehmensgruppe MRM (Marcel Robbez Masson) und liegt bei 12 Millionen Euro. MRM will Majorica „modern und effizient“ weiterführen. MRM plant, auf der Insel zwei weitere Standorte für die Produktion und den Verkauf zu installieren und damit 100 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die bisherigen Arbeitnehmer von Majorica sollen vollständig übernommen werden.

 

Handel: Deutscher Discounter LIDL hat zwei weitere Filialen auf Mallorca eröffnet

 

Der deutsche Discounter LIDL setzt seine Expansion auf den Balearen, wo sich derzeit 25 Filialen befinden, fort und hat jetzt zwei weitere Mallorca-Filialen eröffnet. Die eine befindet sich in Palma, in der Avenida Aragó, 42. Die Verkaufsfläche beträgt 1.000 m². In der neuen Filiale werden 25 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Gesamtinvestition in diese neue Palma-Filiale wird mit 2,4 Millionen Euro angegeben. Eine weitere Filiale hat LIDL vor wenigen Tagen in Paguera am Ende des Bulevar de Peguera im Carrer de la Savina eröffnet. Diese hat eine Verkaufsfläche von 1.200 m² und 200 Parkplätze. Auch hier werden 25 neue Arbeitnehmer beschäftigt. Mit diesen zwei Neueröffnungen hat LIDL derzeit 21 Filialen auf Mallorca. LIDL setzt neuerdings verstärkt auch auf örtliche Lieferanten, von denen das Unternehmen jährlich Waren im Wert von 17 Millionen Euro bezieht.

4. Mallorca - Recht, Steuern & Finanzen

 

Enteignung von leerstehendem Wohnraum von „Großgrundbesitzern“ (Banken und Investmentfonds)

 

Schon längere Zeit war die Maßnahme angekündigt und von der linken Klientel der Balearen-Linksregierung beklatscht worden: Die Balearen-Regierung wird 56 leerstehende Wohnungen enteignen und sie als Sozialwohnungen Wohnungssuchenden mietweise zur Verfügung stellen. Grundlage ist ein Gesetz von 2018, in dessen Folge die Balearen-Regierung 800 Wohnungen ausgemacht haben will, deren Enteignung möglich wäre. Betroffen sind „Großgrundbesitzer“, das sind solche Eigentümer, die mehr als 10 Immobilien besitzen und bei denen Wohnungen seit mehr als zwei Jahren leer stehen. Insgesamt will die Balearen-Regierung 56 Wohnungen auf den Inseln enteignen, von denen sich 27 auf Mallorca befinden (11 x Palma, 11 x Inca, 2 x Llucmajor, 2 x Manacor und 1 x Calvià). Die Maßnahme wird eine Prozesslawine nach sich ziehen. Entschädigungen für die betroffenen Eigentümer sind wahrscheinlich. Dann wird die linke Klientel nicht mehr klatschen, denn die Kosten dieses rechtwidrigen Abenteuers tragen die Steuerzahler. Mehr dazu finden Sie in unserem BLOG Wohnungsenteignung von Banken und Fonds: „Wohnungsenteignung von Banken und Fonds

 

Residenten-Rabatt: Neue gesetzliche Regelung für Flugreisen zwischen dem Festland und den spanischen Inseln

 

Um die Nachteile der Insellage auszugleichen, fördert Spanien (zuständig ist das Infrastrukturministerium) durch Zuschüsse in Höhe von 75 %, die direkt an die Fluggesellschaft gehen, Reisen zwischen den Balearen sowie den Kanaren „und dem Rest des Territoriums“. Ausgenommen von der Rabattierung sind Flughafengebühren. Den Rabatt bekommt der Fluggast, wenn er seinen Ausweis oder Reisepass sowie ein spezielles, vom Melderathaus ausgestelltes Residenten-Zertifikat (Certificado de residencia para viaje), dass eine Gültigkeit von 6 Monaten hat, vorlegen.

 

Verbraucherschutzverbände hatten Preisanstiege der geförderten Flüge und Manipulationen gerügt, da die Fluggesellschaften den Residenten-Status vor dem eigentlichen Buchungsvorgang abfragten, und dann – wie durch ein Wunder – ein modifiziertes – höheres – Preissystem zur Anwendung kam. Diesem Missbrauch seitens der Fluggesellschaften wird mit einer neuen gesetzlichen Regelung, die seit dem 01.03.2021 in Kraft ist, begegnet: Die Frage, ob der Fluggast Balearen-Resident ist, darf erst am Ende des Buchungsvorgangs gestellt werden.

 

Illegale Ferienvermietung: Airbnb siegt auch in II. Instanz gegen Balearen-Regierung, Bußgeld von 300.000 € aufgehoben

 

Der oberste Gerichtshof der Balearen hat in II. Instanz ein Bußgeld über 300.000 € aufgehoben, das die Balearen-Regierung gegen das Internet-Vermietungs-Portal Airbnb verhängt hatte. Dem Urteil lag zugrunde, dass Airbnb auch Anzeigen von Ferienwohnungs-Vermietern ins Netz gestellt hatte, die nicht die gesetzlich vorgeschriebene Registrierungsnummer enthielten, womit der Verdacht bestand, dass es sich um Angebote illegaler Ferienvermietung handelte. Wie schon die I. Instanz sieht die Verpflichtung zur Angabe der Registrierungsnummer ausschließlich beim Anbieter. Eine Überprüfungspflicht seitens des Internet-Portals bestehe dagegen nicht. Einzelheiten zu dieser Entscheidung finden Sie in unserem BLOG „Aktuelle Themen“. "Unerlaubte Ferienvermietung: Bußgeld für Airbnb aufgehoben".

 

Illegales Bauen: Gericht sagt – „Abriss oder ein Jahr Gefängnis“

 

Die dem Inselrat untergeordnete „Behörde zur Verteidigung des Territoriums“ hat nicht nur einen martialischen Namen, sondern greift auch hart gegen illegales Bauen durch. In der zeit von 2017 bis 2020 verfügte die Behörde den Abriss von 346 illegalen Bauten auf Mallorca. Den Ernst der Lage bekam jetzt auch ein Einwohner von Manacor zu spüren, der auf einem 3.382 m² großen Grundstück im ländlichen Bereich (wo die Mindestgröße einer Bauparzelle 14.000 m² beträgt) ein 160 m² großes Haus mit Swimmingpool gebaut hat. Er wurde jetzt vom Gericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und einer Geldstrafe von 1.080 € verurteilt. Wenn er das Haus nicht abreißt, muss er die Gefängnisstrafe verbüßen.

 

Lutz Minkner „Der Immobilien-Ratgeber SPANIEN Alles über Recht und Steuern“, 4. Auflage 2020 , Stand: Mai 2020 (!), 237 Seiten, ISBN: 978-3-96004-063-7, 29,95 €

 

 

Das Recht ist in einem ständigen Wandel. So auch das spanische Immobilien- und Steuerrecht. Neue Gesetze und Verordnungen, neue Gerichts-entscheidungen, die die Gesetze interpretieren, Eingriffe durch den europäischen Gerichtshof und eine sich den Markterfordernissen anpassende Vertrags-gestaltung – auch Ihnen kommt beim Immobilienerwerb in Spanien vieles „spanisch“ vor? Lutz Minkner hat in seinem „Immobilien-Ratgeber SPANIEN Alles über Recht und Steuern“ alle Fragen rund um die Mallorca-Immobilie anschaulich und mit vielen Beispielsfällen dargestellt, wobei Gesetze und Rechtsprechung bis Mai 2020 berücksichtigt wurden. Der Autor, seit über 45 Jahren Jurist und Unternehmer, kann aus dem Vollen schöpfen, denn er ist Vorstand eines der führenden Immobilien-Unternehmen Mallorcas. Inhaltsverzeichnis, Leseprobe und Bestell-Link finden Sie unter:

Lutz Minkner „Der Immobilien-Ratgeber SPANIEN Alles über Recht und Steuern"

5. Mallorca - Galería de Arte Minkner

 

Aufgrund der unsicheren Situation haben wir die endgültige Planung unseres Event- und Ausstellungskalenders für 2021 zunächst zurückgestellt.

 

07.08. – 31.03.2021 „Palmas Gesichter – Palmas Fassaden“, Assemblagen von Prof. Jürgen Wölke

 

 

Prof. Jürgen Wölke war der unbestrittene Meister der Assemblage. Das sind räumlich-plastische Materialbilder, mit denen Wölke „die Welt in Miniatur“ nachbildete. Auf Schrottplätzen in Berlin und Mallorcas war er als steter Sucher und Sammler ebenso bekannt wie in kleinen, traditionellen Krämerläden, wo er seine Motive fand. Großformatige Arbeiten Wölkes befinden sich z.B. am New Yorker Flughafen, am Leipziger Hauptbahnhof sowie in zahlreichen Privatsammlungen. Der Berliner Senat überreichte mehrfach seinen Staatsgästen Wölke-Assemblagen als Gastgeschenk. In Palma hatten es dem Künstler die geschundenen, morbiden Fassaden der Altstadt angetan. Wölke schuf sensible Milieustudien von dokumentarischem Wert.

 

Galeria de Arte Minkner, Avda. Rey Jaime I, 109 – 07180 Santa Ponsa, Tel. +34 971 695 255

Ausstellungsdauer: 07.08.2020 – 31.03.2021, Öffnungszeiten: Mo – Fr. 10.00 h – 18.30 h

6. Mallorca - Veranstaltungen und Tipps

 

20. März 2021, Paul Gant Quartett auf der Kulturfinca Son Bauló, Lloret de Vistalegre

 

Der Sänger und Showmaster Paul Gant begeistert seit vielen Jahren auf der Bühne und im Fernsehen, wo er mit Herz und Stil die Gäste mit seiner rauchigen und zugleich weichen Stimme in die Zeiten von Frank Sinatra entführt. Diese Künstler bilden das Quartett: Paul Gant (Voice), Steve Bergendy (Bass), Franco Bombelli (Klavier) und Jaume Ginard (Drums). 20.03.2021, Paul Gant Quartett auf der Kulturfinca Son Bauló, 16.00 h, Konzert, 18 €. Reservierungen +34 971 524 206, www.son-baulo.com

 

20. und 21. März 2021: Ultra Mallorca Man Non Stop, Portocolom

 

Am 20. und 21.03.2021 findet auf Mallorca die Sportveranstaltung „Ultra Mallorca Man Non Stop“ statt. Es handelt sich um einen Benefiz-Extrem-Triathlon, der von einem Trompeter der Stadtkapelle Palma, Bernat Xavier Xamena Vidal, begründet wurde und Lebensmittel und Geldspenden für die Organisation „Mallorca Sense Fam“ (Mallorca ohne Hunger) einspielen soll. Ohne Unterbrechungen führt der Triathlon über eine Strecke von 515 km: 10 km Schwimmen, 420 km Radfahren und ein Doppelmarathonlauf von 85 km. 20. u. 21.03.2021, „Ultra Mallorca Man Non Stop“, Triathlon über 515 km, Start: 20.03.2021, 07.00 h in Portocolom

 

25. März 2021, Sinfonieorchester der Balearen im Trui Teatre Palma

 

Ein weiteres Konzert des Sinfonieorchesters der Balearen „Ciutat de Palma“ findet am 25.03.2021 im Trui Teatre in Palma statt. Unter dem Dirigenten Pablo Mielgo und mit der Sopranistin Nuria Rial werden das Opus Nr. 7 von Berlioz „Les nuits d`été“ und die Große Sinfonie D 944 von Schubert aufgeführt. 25.03.2021, 20.00 h, Sinfonieorchester der Balearen im Trui Teatre, Eintritt 35 €, Karten Kasse Trui Teatre +34 971 78 32 79 und www.truiteatre.es.

 

27. März 2021, Musik-Kabarett mit Jörg Jung & Andreas Ockert auf der Kulturfinca Son Bauló in Lloret de Vistalegre

 

Die Entertainer Jörg Jung (Sprache und Gesang) und Andreas Ockert (Piano) gastieren am 27.03.2021 auf der Kulturfinca Son Bauló mit einem Musik-Kabarett-Programm. Neben gezielten satirischen Spitzen zum Weltgeschehen und auch vom Inselleben gibt es internationale Musikklassiker von Tom Jones über David Bowie bis hin zu Chris Rea. Motto: Lachen und lachen lassen. 27.03.2021, Musik-Kabarett mit Jörg Jung & Andreas Ockert auf der Kulturfinca Son Bauló, 16.00 h Show, 18 €. Reservierungen +34 971 524 206 und www.son-baulo.com.

 

23. bis 26. Juni 2021, „Superyacht Cup Palma“ soll im Real Club Náutico von Palma ausgetragen werden

 

Der Segelclub Real Club Náutico de Palma (RCNP) will in der Zeit vom 23. bis 26. Juni 2021 den Superyacht Cup Palma austragen. Die Organisation liegt bei dem Balearen-Unternehmen Aquamarine Events. Zu diesem Event werden Segelyachten aus aller Welt zwischen 25 und 50 Metern erwartet. Es handelt sich um eine der wichtigsten, jährlich stattfindenden Regatten im Mittelmeerraum. Die Veranstaltung soll unter Einhaltung eines strikten Sicherheitsprotokolls stattfinden.

 

Tipp I: Auch auf Mallorca geht die Schere zwischen arm und reich während der Pandemie weiter auseinander – auch Sie können helfen! Wie? Das erfahren Sie hier.

 

Nach einem Jahr Corona-Pandemie ist die Schere zwischen arm und reich auf Mallorca noch weiter auseinander gegangen. Während die Terrassen der Gastronomie wieder gut besucht sind, gibt es noch lange Schlangen vor den Tafeln. Wenn auch Sie helfen wollen, finden Sie   h i e r: “Armut steigt auf Mallorca viel rasanter als im Rest von Spanien“ einen Link zu einem Beitrag aus dem MALLORCA MAGAZIN, in dem die wichtigsten gemeinnützigen Organisationen mit Namen, Zielstellung, Adressen und Bankverbindung angegeben sind. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

 

Tipp II: Mallorcas Krankenhaus-Clowns stehen vor dem Aus – Spendenaufruf

 

Seit 1994 kennt man sie in Mallorcas Krankenhäusern: Die Krankenhaus-Clowns Sonrisa Médica lassen seit 27 Jahren kranke Kinder (und auch Erwachsene) ihre Schmerzen und Sorgen vergessen und zaubern ihnen ein Lachen ins Gesicht. Bei vielen Spendern, die die Clowns in der Vergangenheit immer wieder unterstützt hatten, steht jetzt der eigene Überlebenskampf im Vordergrund, so dass auch die Krankenhaus-Clowns vor dem Aus stehen und zu einer Spendenaktion aufgerufen haben. Schon mit kleinen monatlichen Spenden und einer Einmalzahlung können Sie helfen, die wunderbare Arbeit der Krankenhaus-Clowns zu unterstützen und aufrechtzuerhalten. Einzelheiten: www.sonrisamedica.org.

7. Impressum

 

Der „Newsletter von Minkner & Partner S.L.“ erscheint 14-tägig. Sie erhalten die E-Mail als Kunde von Minkner & Partner PROFI KONZEPT S.L. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist Dipl. Jur., Ass. jur. Lutz Minkner, c/o Minkner & Partner S.L., Avda. Rey Jaime I, 109, ES 07180 Santa Ponsa, Tel. +34 971 695 255, info@minkner.comwww.minkner.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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